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Lackierung

Anwendungen

Mit Elek­tro­statik werden die geladenen, sehr fein zerstäubten Lack­tröpfchen von dem geerdeten Werkstück angezogen. Auch Lack­tröpfchen, die norma­lerweise am Werkstück vorbei fliegen würden, folgen nun den Feldlinien und treffen auf das Werkstück.

Mit der Elek­tro­statik wird ein Auftrags­wir­kungsgrad von bis zu 95% erreicht.

Nasslackierung ohne Elektrostatik

Beim Lackieren dient die Elek­tro­statik in erster Linie zum Erhöhen des TE Transfer efficiency (Auftrags­wir­kungsgrad). Ziel ist es, möglichst viel Lack beim Zerstäuben auf das Werkstück zu bekommen. Bei der Lackierung ohne Elek­tro­statik erreichen oftmals nur 30% vom versprühten Lack das Werkstück und 70% werden durch die Absaugung und den nach­ge­schalteten Filter aufgefangen.

Nasslackierung mit Elektrostatik durch Kontaktaufladung

Bei der elek­tro­sta­tischen Nass­la­ckierung wird in der Regel der Lack auf Hoch­spannungs-potential gesetzt. Die Höhe der Spannung variiert dabei je nach Applikation, Lack und Geometrie des Werkstückes. Übliche Spannungen beim elek­tro­sta­tischen Nass­la­ckieren liegen zwischen 50.000 und 100.000 Volt. Der Lack wird entweder durch Kontakt mit der Hoch­spannung aufgeladen oder durch Ionisation im Flug. Bei der Kontakt­auf­ladung wird der Zerstäuber mittels Hoch­span­nungs­er­zeuger auf Hoch­span­nungs­po­tential gesetzt und der Lack dadurch beim Zerstäuben aufgeladen.

Nasslackierung mit Elektrostatik durch Außenaufladung

Bei der Außen­auf­ladung werden die Lack­tröpfchen im Flug durch Ionisation aufgeladen. Dies findet insbe­sondere bei der Verwendung von leitfähigen Lacken, z.B. Wasserlack Anwendung. Ein leitfähiger Lack würde bei der klassischen Kontakt­auf­ladung einen Kurzschluss zur Erde verursachen, da die Lack­ver­sorgung geerdet ist. Alternativ wird bei der Verwendung von leitfähigen Lacken eine isolierte Lack­ver­sorgung, welche auf Hoch­span­nungs­po­tential liegt, aufgebaut.